Fotos digital archivieren: Ordnung für die Erinnerungsschätze
Schnappschüsse und Fotos haben längst in unseren Alltag Einzug gehalten. Immer höher auflösende Kameras, die in Handy und Smartphones eingebaut werden, und immer erschwinglichere digitale Kompaktkameras haben dazu geführt, dass überall Bilder geschossen werden. Egal, ob es sich bei dem Motiv um ein lustiges Werbeplakat, ein süßes Hundebaby oder einen ganz besonderen Moment handelt, alles wird digital festgehalten, um später mit lieben Menschen diesen Moment noch einmal durchleben zu können, oder gemeinsam über etwas Kurioses lachen zu können.
Diese Bilderflut kann jedoch auch für reichlich Chaos auf dem heimischen Computer sorgen. Um die Speicherkarten zu leere werden die Fotos zwar regelmäßig vom Speichermedium auf den Computer übertragen, dort verweilen sie dann jedoch oft unter kryptischen Namen – oder man hat schnell nur ein Schlagwort für den jeweiligen Ordner gewählt, ist sich schon bald aber nicht mehr im Klaren darüber, welche Bilder sich eigentlich genau darin befinden. Zur Beseitigung dieses Chaos’ leisten spezielle Programme Abhilfe. Sie helfen dabei, die Fotos digital zu archivieren, ordnen sie und liefern gleichzeitig per so genannter “Thumbnails” kleine Vorschaubilder. So hat man die schönsten Momente übersichtlich und auf den ersten Blick beisammen, ohne sich durch alle durchklicken zu müssen, um zu wissen, um welche es sich handelt.
Digitale Archivierung: Verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl
Die Hauptaufgabe eines jeden Programms, das sich um die digitale Archivierung von Fotos kümmern soll, ist das Sortieren der Bilder. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten: Zum einen sind da die einfachen Ordner. Das ist zwar ein recht einfaches Prinzip, aber genau nach dieser Methode geht man in der Regel ja auch vor, wenn man die Fotos selbst ablegt. Die Ordner werden verschieden benannt, danach werden die Bilder dann nach Ereignissen oder Daten per Drop and Drag Verfahren in die Ordner verschoben.
Das zweite Prinzip ist das des eigenen Sortierens. Das ist in vielen Fällen deckungsgleich mit der ersten Methode, denkbar ist aber auch eine Variante, bei der Ordner zum Beispiel nach Monaten benannt werden, darin finden sich dann weitere Unterkategorien, die die Bilder zum Beispiel nach Ereignissen gliedern. So kann jedoch schnell eine endlose Aneinanderreihung von Unterordner erfolgen – und das obwohl man sich für eine Software entschieden hat.
Das dritte Prinzip ist das, bei dem standardisierte Infos zum Tragen kommen. Amateure sollten schon ein wenig Erfahrung mit dem Umgang von Bildinformationen haben, um das System auch erfolgreich nutzen zu können. Die Bilder werden dann mit Stichworten und entsprechenden Dateiendungen (.exif, .iptc) gespeichert, gesucht werden können sie dann über systeminterne Suchmaschinen.
Programme
Freewareprogramme (z.B. Picasa) eignen sich dabei am Besten dazu, einfache Verzeichnisse zu erstellen, wenn sich auf dem heimischen Computer – oder einer externen Festplatte – eine noch überschaubare Menge an Fotos befindet. Oft liefert diese Freeware auch noch Tools, um kleinere Korrekturen an den Bildern vorzunehmen.
Hobby- oder Profifotografen, die eine sehr große Bilderflut zu bewältigen haben – und regelmäßig auch verschiedene Objekte in ihr zurückgreifen wollen – sollten sich für ein professionelleres Programm (z.B. Acdsee) entscheiden. Solche Programme ermöglichen es, den Bildern verschiedene Tags zuzuschreiben, die bei der Stichwortsuche sehr hilfreich sind und ein schnelles Zugreifen ermöglichen.
Foto: Robert Kneschke – Fotolia.com
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